PRESSEMITTEILUNG // Landkreis Cloppenburg: Regelmäßige Tests sind unumgänglich

Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Cloppenburg haben die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Insbesondere Beschäftigte in der Pflege und pflegebedürftige Menschen müssen besonders geschützt werden. Doch daran scheint es laut Rückmeldungen an die Pflegekammer Niedersachsen noch zu mangeln.

Hannover, 21.09.2020 • „Uns erreichen Informationen, dass Beschäftigte mit leichten Erkältungssymptomen fast um einen Test betteln müssen“, sagt Nadya Klarmann, Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen am Montag in Hannover. Die Corona-Neuinfektionen sind im Landkreis Cloppenburg weiter gestiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums lag die Fallzahl berechnet auf 100.000 Einwohner deutlich über der kritischen Marke von 50. Bei einem Wert von mehr als 50 in der 7-Tagesinzidenz müssen verstärkte Anti-Corona-Schritte eingeleitet werden, wie zum Beispiel regelmäßige Tests von Beschäftigten im medizinischen Bereich. Doch daran scheint es zu hapern, wie Rückmeldungen aus dem Landkreis an die Pflegekammer Niedersachsen zeigen.

„Es ist angesichts der hohen Fallzahlen im Landkreis Cloppenburg dringend erforderlich, Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten regelmäßig alle 14 Tage zu testen, so wie es die nationale Teststrategie empfiehlt“, fordert Klarmann. Laut einer Information aus dem Landkreis werden aber auch Patientinnen und Patienten nicht immer konsequent getestet, wenn deren Kontaktpersonen nachweislich mit COVID-19 infiziert sind. Diese regelmäßigen Tests seien sowohl im Sinne der Beschäftigten, aber auch zum Schutz der pflegebedürftigen Menschen unerlässlich, so Klarmann. Insbesondere die Beschäftigten in der ambulanten Pflege stehen vor großen Belastungen. Pflegedienste müssen strenge Schutzvorschriften einhalten. Die Mitarbeitenden müssen bei unklarem Infektionsgeschehen im Schutzkittel, mit FFP2-Masken und Schutzbrille die pflegebedürftigen Menschen versorgen – eine extreme körperliche Belastung. „Pflegedienste fühlen sich in dieser Situation alleingelassen“, so Klarmann.

Angesichts der sich zuspitzenden Lage im Landkreis Cloppenburg fordert die Pflegekammerpräsidentin erneut, Pflegefachpersonen zwingend in die Krisenstäbe einzubinden: „Pflegefachpersonen denken Pflege ganzheitlich. Ihre Expertise muss zur Eindämmung der Pandemie dringend eingebunden werden.“

Die Pressemitteilung als PDF zum Download finden Sie hier.

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